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Anpassung im ZVV-Tarif per Dezember 2023

Aktualisiert: 16. Jan.

Der Regierungsrat hat die geplante Anpassung des Tarifs des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) – die erste seit 2016 – genehmigt. Dabei sollen zum einen die Ticketpreise im Dezember 2023 differenziert um durchschnittlich 3,4 Prozent erhöht, zum anderen zwei strukturelle Massnahmen umgesetzt werden. Damit wird ein Teil der in den letzten Jahren aufgelaufenen Teuerung an die Fahrgäste weitergegeben. Die Erhöhung der Mehrwertsteuer um 0,4 Prozent ist in der Tarifanpassung enthalten und wird damit ebenfalls kompensiert.


Seit Dezember 2016 gab es im ZVV keine Tarifmassnahmen mehr. In der gleichen Zeit wurde das öffentliche Verkehrsangebot massiv ausgebaut. Auch wurde vor allem im letzten und im laufenden Jahr eine beträchtliche Teuerung verzeichnet. Hinzu kommen die Auswirkungen der Coronapandemie, die auch im ZVV zu einem Einbruch der Fahrgastzahlen und der Einnahmen geführt hatten, sowie die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Gemäss aktueller Finanzplanung werden insbesondere die Kosten des ZVV in den nächsten Jahren aufgrund der hohen Teuerung, des gestiegenen Zinsniveaus, der massiv höheren Energiekosten sowie diversen weitere Faktoren voraussichtlich zunehmen.


Diese herausfordernde Situation verlangt Massnahmen von allen Beteiligten:

Nebst höheren Beiträgen der öffentlichen Hand durch Steuergelder müssen auch Effizienzsteigerungen beim ZVV und bei den Verkehrsunternehmen die Entwicklung abfedern. Und letztlich sollen auch die Fahrgäste des öffentlichen Verkehrs einen moderaten zusätzlichen Beitrag leisten. Aus diesem Grund wurde eine massvolle Steigerung der Tarife um durchschnittlich 3,4 Prozent vorgeschlagen.


Positive Vernehmlassung

Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens konnten sich die Gemeinden, die regionalen Verkehrskonferenzen und die marktverantwortlichen Verkehrsunternehmen vom 4. April bis zum 12. Mai 2023 zu den geplanten Tarifmassnahmen äussern. Dabei betrug der Rücklauf 47 Prozent. 91 Prozent jener, die von der Vernehmlassung Gebrauch gemacht hatten, stimmten der differenzierten Preisanpassung von 3,4 Prozent zu. Die strukturellen Tarifmassnahmen werden von 100 Prozent der Antwortenden unterstützt.


Differenzierte Preisanpassungen und strukturelle Massnahmen

Aufgrund der hohen Zustimmung im Rahmen der Vernehmlassung und der Erwägungen zu den Einwänden hat der Verkehrsrat den Verbundtarif 2024 so, wie er in Vernehmlassung gegeben wurde, beschlossen und dem Regierungsrat gemäss gesetzlicher Vorschrift zur Genehmigung unterbreitet.


Konkret steigen dabei nicht alle Preise im gleichen Umfang, sondern es sind aufgrund des ausbalancierten Tarifgefüges Differenzierungen nach Fahrausweisgruppen nötig. Die Preise für Einzelbillette werden etwas über, diejenigen für Monatsabonnemente unter dem Durchschnitt angepasst. Bei den Jahresabonnementen werden die Preise im Durchschnitt der Tarifmassnahme entwickelt.


Auf der strukturellen Ebene wird die «Tageskarte Kalendertag» mit Gültigkeit bis 05:00 Uhr des Folgetages definitiv in den ZVV-Tarif aufgenommen. Diese wurde im Rahmen des Markttests zum automatischen Ticketing (Check-In-Funktion) zunächst provisorisch im Fahrausweisangebot aufgenommen, hat sich aber mittlerweile etabliert.


Zudem gibt es in Winterthur eine Anpassung der Kurzstreckendefinition: Die Begrenzung von maximal acht Haltestellen entfällt, gleichzeitig wird die maximale Kurzstreckendistanz von 3200 auf 3000 Meter angepasst.


Der Regierungsrat stimmt den Erwägungen des ZVV und des Verkehrsrats zu und genehmigt den Verbundtarif 2024.





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